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Corona verstärkt in Afrika Armut und Gewalt gegen Frauen

 

Die sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie auf dem afrikanischen Kontinent seien gravierend, mahnte der Jesuitenpater Charles Chilufya, Leiter des Büros für Gerechtigkeit und Ökologie der Jesuitenkonferenz von Afrika und Madagaskar. Die wirtschaftliche Not aufgrund des Corona-Lockdowns habe das Einkommen vieler Menschen in ganz Afrika gemindert und zu Arbeitslosigkeit und Hunger geführt. Als unmittelbare Auswirkung nannte der Jesuit eine Zunahme von sexueller und häuslicher Gewalt sowie von Kinder- und Zwangsehen; teils hätten Familien ihre Töchter für Sex verkauft. Eine Folge der coronabedingten Schulschließungen sei auch ein Anstieg von Teenagerschwangerschaften sowie der sexuellen und geschlechtsspezifischen Gewalt. Die Opfer seien vor allem junge Mädchen und Frauen, die wegen der Corona-Maßnahmen Missbrauchstätern stärker ausgeliefert seien, so der Jesuitenpater. Ein Großteil der Schüler sei bis heute vom Unterricht abgeschnitten, berichtete P. Chilufya. Als Grund nannte er fehlende oder schlechte Internetverbindungen. "Die Versuche, Online-Lernen anzubieten, richten sich letztlich an sehr, sehr wenige Schüler - weniger als zehn Prozent. Schülern in ländlichen Gebieten ist so etwas unmöglich. Die Folge ist, dass diese Kinder lange einfach nur zu Hause sitzen und de facto nichts tun."

Aktuell erlebt Afrika steigende Corona-Fallzahlen. Ein Impfprogramm sei für den Kontinent jedoch noch nicht in Sicht, meinte Chilufya. Zum Jahresende 2020 wurden für den Kontinent etwa 2,7 Millionen Corona-Infektionen und knapp 65.000 Todesfälle gemeldet; was etwa drei bis dreieinhalb Prozent der weltweiten Infektionen und Todesfälle entspricht. Die Infektionszahlen in Afrika könnten jedoch höher sein, da auf dem Kontinent vergleichsweise wenig getestet wird.

 

 


Irak: Geste gegenüber christlicher Minderheit

 

Weihnachten wird ab sofort im Irak ein ständiger nationaler Feiertag sein. Mit einstimmigem Beschluss ist das irakische Parlament einem dementsprechenden Vorschlag nachgekommen, der im Rahmen eines Gesprächs zwischen dem irakischen Präsidenten Barham Salih und dem chaldäischen Patriarchen Louis Raphael Sako gefasst wurde. Kardinal Sako veröffentlichte unmittelbar nach der Entscheidung des Parlaments eine Botschaft, in der er dem irakischen Präsidenten Barham Salih, dem Parlamentssprecher Muhammad al Halbousi und allen Parlamentariern "für die zum Wohle ihrer Mitchristen abgegebene Stimme" dankte. Bei dem Vorgespräch in der Residenz von Sako betonte Präsident Salih die wichtige Rolle der christlichen Gemeinden beim Wiederaufbau des Landes und bekräftigte auch seine Absicht, die Rückkehr der Christen in ihre Herkunftsgebiete zu fördern.

 

 


Druckausgabe von „Ja“ wird eingestellt

 

Eine wichtige Stimme der (gedruckten) kirchlichen Publizistik in Österreich ist verstummt. Nach 25 Jahren ihres Bestehens wurde die vom "Medienclub ja" herausgegebene, im niederösterreichischen Paudorf erscheinende und von Benediktinerpater Dr. Udo Fischer redaktionell geleitete "Neue Kirchenzeitung Ja" mit Beginn des neuen Jahres eingestellt. Als einzige wöchentlich erscheinende "nicht offizielle" Kirchenzeitung in Österreich war sie für ihre am kirchlichen Geschehen interessierte Leserschaft eine wichtige und sehr geschätzte Informationsquelle. Ihre kritische Linie, mit der sie bei gegebenen Anlässen auf die Kluft zwischen den Vorgaben des Evangeliums und den Zu- und Missständen in der "real existierenden" katholischen Kirche hinwies, machte sie nicht selten zum Ärgernis für einige Kirchenverantwortliche in Österreich (allen voran für den damaligen St. Pöltner Bischof Kurt Krenn). "Manche Hierarchen" - heißt es in der letzten Druckausgabe von "Ja" - hätten "das redaktionelle Engagement nie als pastoralen Dienst wahrgenommen, sondern als Provokation". Von einer solchen Fehleinschätzung "mancher Hierarchen", die immer noch von kirchlicher Publizistik Hofberichterstattung und vor allem "Linientreue" erwarten, kann auch Kirche In seit seinem Bestehen ein Lied singen.

Laut Chefredakteur Fischer hatte die verspätete oder verschlammte postalische Zustellung von "Ja", über die immer wieder Abonnenten geklagt hatten, den "Ausschlag" für die Einstellung des Blattes gegeben. Interessierten bietet man jedoch den Bezug redaktioneller Inhalte über eine "Website" im Internet an. Allerdings ist das kaum ein gleichwertiger Ersatz für das regelmäßige Erscheinen einer Wochenzeitung.


 

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