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	<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 16:29:31 +0000</pubDate>
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		<title>AIDS - Gel gegen die Infektion</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 16:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kurz Notiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer sensationellen Meldung wartete der Exekutiv-Direktor der Weltgesundheitsorganisation Michel Sidibe beim kürzlich in Wien stattgefundenen Aids-Kongress auf. In einem von dem südafrikanischen Forscher Abdul Karim geleiteten Experiment wurde an etwa 900 Afrikanerinnen zwischen 18 und 44 Jahren ein Vaginalgel getestet, das das Eindringen des HIV-Virus verhindert. Die gelungenen Versuche deuten auf eine bahnbrechende Wende ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer sensationellen Meldung wartete der Exekutiv-Direktor der Weltgesundheitsorganisation <strong>Michel Sidibe</strong> beim kürzlich in Wien stattgefundenen Aids-Kongress auf. In einem von dem südafrikanischen Forscher <strong>Abdul Karim</strong> geleiteten Experiment wurde an etwa 900 Afrikanerinnen zwischen 18 und 44 Jahren ein Vaginalgel getestet, das das Eindringen des HIV-Virus verhindert. Die gelungenen Versuche deuten auf eine bahnbrechende Wende im Kampf gegen AIDS hin.</p>
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		<title>Costa Rica</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 16:26:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kurz Notiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum ersten Mal in der Geschichte des mittelamerikanischen Staates Costa Rica bekleidet eine Frau, die 50-jährige Politologin Laura Chinchilla, das Präsidentenamt. Die gläubige Katholikin setzt ihre Macht in erster Linie für die Bekämpfung des Drogenhandels ein, dessen Route von Kolumbien in die USA über Costa Rica verlauft. Große Aufmerksamkeit widmet sie aber auch dem Los ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum ersten Mal in der Geschichte des mittelamerikanischen Staates Costa Rica bekleidet eine Frau, die 50-jährige Politologin <strong>Laura Chinchilla</strong>, das Präsidentenamt. Die gläubige Katholikin setzt ihre Macht in erster Linie für die Bekämpfung des Drogenhandels ein, dessen Route von Kolumbien in die USA über Costa Rica verlauft. Große Aufmerksamkeit widmet sie aber auch dem Los der Kinder und der häuslichen Gewalt - ein verbreitetes Übel in Lateinamerika. In Costa Rica wurde der Militärdienst abgeschafft. Das Land gilt - laut Untersuchungen - als der friedlichste Staat der Welt.</p>
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		<title>Passionsspiele</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 16:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[
Großen Eindruck machte das Oberammergauer Passionsspiel auf eine Gruppe KIRCHE IN Leserinnen und Leser, die in Rahmen einer unserer Leserreisen an dem nur jedes 10. Jahr zur Aufführung gelangenden Schauspiel teilnahmen. Obwohl alle Darsteller Einwohner des Ortes sind, beweist die Aufführung ­ vom Orchester bis zur Bühne, von der Choreographie bis zur Regie ­ höchste ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="vertical-align: top;" title="Passionsspiele" src="http://kirche-in.at/neu/wp-content/uploads/2010/08/zoom_oberammergau1.jpg" alt="Passionsspiele" width="465" height="244" /></p>
<p>Großen Eindruck machte das Oberammergauer Passionsspiel auf eine Gruppe KIRCHE IN Leserinnen und Leser, die in Rahmen einer unserer Leserreisen an dem nur jedes 10. Jahr zur Aufführung gelangenden Schauspiel teilnahmen. Obwohl alle Darsteller Einwohner des Ortes sind, beweist die Aufführung ­ vom Orchester bis zur Bühne, von der Choreographie bis zur Regie ­ höchste Professionalität. Der bis zu 5000 Besucher fassende Zuschauerbereich war bis zum letzten Platz ausverkauft. Das Wetter zeigte sich gnädig. Die Sonne versteckte sich hinter den Wolken und ließ das Publikum ohne Schweißausbrüche die insgesamt fünfstündige Vorstellung genießen. Das tief beeindruckte Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus. Dem Thema entsprechend gab es am Ende der Aufführung keine Bühnenverbeugung der Darsteller.</p>
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		<title>Dolores Bauer - Heimkehr</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 16:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 23. Juni ist die bekannte Journalistin Dolores M. Bauer - wie es in der Benachrichtigung hieß -„im Beisein ihrer drei Kinder ins Ewige Licht heimgegangen&#8221;. Wir möchten unsere Hochschätzung für eine Frau zum Ausdruck bringen, die nicht nur eine großartige Rednerin und Künstlerin des geschriebenen Wortes war, sondern auch der christlichen Tat. Auch das ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="float: right; margin: 7px;" title="Dolores Bauer" src="http://kirche-in.at/neu/wp-content/uploads/2010/08/zoom_bauer_rupp.jpg" alt="Dolores Bauer" width="155" height="194" />Am 23. Juni ist die bekannte Journalistin Dolores M. Bauer - wie es in der Benachrichtigung hieß -„im Beisein ihrer drei Kinder ins Ewige Licht heimgegangen&#8221;. Wir möchten unsere Hochschätzung für eine Frau zum Ausdruck bringen, die nicht nur eine großartige Rednerin und Künstlerin des geschriebenen Wortes war, sondern auch der christlichen Tat. Auch das Geld für Blumen- und Kranzspenden anlässlich ihres Begräbnisses sollte ihrem letzten Entwicklungshilfeprojekt zu Gute kommen. Mit ihren Radiobeiträgen kämpfte Sie für die Armen unserer Welt und spendete unzähligen Menschen Trost und Hilfe. Wir sind überzeugt: Sie wurde von Gott, der die Liebe ist, mit ewigen Glück beschenkt.</p>
<p><em>Foto: Rupprecht</em></p>
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		<title>Orthodox-Katholischer Dialog</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 16:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 1979 hat die katholisch-orthodoxe Dialogkommission erst elfmal getagt. Die zwölfte Versammlung findet vom 20. bis 27. September im Kardinal König Haus in Wien statt. An keinem Dialoggespräch der Kommission nahm der Papst oder ein Patriarch teil. Das russisch-orthodoxe Patriarchat herrscht noch immer in allen ehemaligen Sowjetrepubliken. Die derzeitige prorussische Regierung der Ukraine habe, so ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 1979 hat die katholisch-orthodoxe Dialogkommission erst elfmal getagt. Die <strong>zwölfte Versammlung</strong> findet <strong>vom 20. bis 27. September </strong>im Kardinal König Haus in <strong>Wien</strong> statt. An keinem Dialoggespräch der Kommission nahm der Papst oder ein Patriarch teil. Das russisch-orthodoxe Patriarchat herrscht noch immer in allen ehemaligen Sowjetrepubliken. Die derzeitige prorussische Regierung der Ukraine habe, so heißt es, den Patriarchen von Moskau gebeten, seinen offiziellen Sitz in Kiew als exklusiver Leiter der Landeskirche wieder einzunehmen.</p>
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		<title>KI 08/2010</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 15:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Ausgabe lesen Sie:
Kardinal Schönborns Canossagang
Asylfall Zogaj: Rückkehr mit Schülervisum?
US-Opferhilfe SNAP
Johannesbruderschaft: Das Schwarze Schaf
Zulehner zur Pfarrer-Studie
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>In dieser Ausgabe lesen Sie:<img class="alignright" style="margin: 8px;" src="http://kirche-in.at/neu/wp-content/uploads/2010/08/cover_august_10.jpg" alt="Ki 08/2010" width="155" height="212" /></h1>
<p>Kardinal Schönborns Canossagang</p>
<p>Asylfall Zogaj: Rückkehr mit Schülervisum?</p>
<p>US-Opferhilfe SNAP</p>
<p>Johannesbruderschaft: Das Schwarze Schaf</p>
<p>Zulehner zur Pfarrer-Studie</p>
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		<item>
		<title>Kardinal Schönborns Canossagang</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 14:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war nicht nur seine Kritik an der Haltung seines Kardinalskollegen Angelo Sodano, weshalb dem Wiener Kardinalerzbischof  aus dem Vatikan die „Gelbe Karte&#8221; gezeigt wurde, wie italienische Medien im Banne der  Fußball-WM salopp bemerkten. Christoph Schönborn schien den alten Herren in Rom etwas vorlaut geworden zu sein. Von Walter Axtmann
In seinem zwei Seiten umfassenden Brief ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;"><em>Es war nicht nur seine Kritik an der Haltung seines Kardinalskollegen Angelo Sodano, weshalb dem Wiener Kardinalerzbischof  aus dem Vatikan die „Gelbe Karte&#8221; gezeigt wurde, wie italienische Medien im Banne der  Fußball-WM salopp bemerkten. Christoph Schönborn schien den alten Herren in Rom etwas vorlaut geworden zu sein. Von Walter Axtmann</em></span></p>
<p>In seinem zwei Seiten umfassenden Brief an die „Lieben Mitbrüder&#8221;, datiert vom 29. Juni, dem Fest der Apostel Petrus und Paulus, ging Wiens Kardinalerzbischof  Dr. Christoph Schönborn kurz auch auf seine Romreise ein. „Mein Gespräch mit dem Heiligen Vater&#8221; - schreibt er -  „war offen und herzlich. Meine Kritik an konkreten Personen wurde hingegen als verletzend empfunden. Ich gebe zu: nach der Gemeinderegel Mt. 18. („Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht&#8221; Red.) hätte ich zuerst mit dem Kritisierten sprechen sollen. Umso mehr bin ich aber überzeugt, dass wir Sachfragen in der Kirche offen und in der Freiheit Christi besprechen sollen.&#8221;<br />
Soll heißen: Gebeugt aber nicht gebrochen.</p>
<p>Auslöser des laut römischem Schönsprech „brüderlichen Gesprächs&#8221; in Rom war eine zweifache Kritik Schönborns an einem der mächtigsten Männer des Vatikans, an Kardinal Angelo Sodano, unter Johannes Paul II. Kardinalstaatssekretär und derzeit Dekan des Kardinalskollegiums. Es ging um die Sünde Sodanos (siehe Matthäus 18), der die weltweite Empörung über die offizielle Vertuschung der von Priestern begangenen sexuellen Verbrechen an Minderjährigen und das oft lebenslange Leid der Opfer linkshändig als unbedarftes „Geschwätz&#8221; vom Tisch gewischt hatte. Die Empörung schlug mit Recht hohe Wellen in aller Welt. Denn es ging nicht um den Sager eines besoffenen Stammtischbruders in vorgerückter Gasthausstunde, sondern um die Auslassungen eines hochrangigen, repräsentativen Christen und Apostelnachfolgers. Dass Schönborn dies nicht ohne Kritik hinnahm, ehrt ihn. Sodanos Bemerkung sei – so Schönborn – „massive Verletzung der Opfer&#8221;. Ein zweites kam hinzu: Schönborn, den mit dem Papst eine enge Freundschaft verbindet, erklärte inmitten der weltweiten Kritik an Benedikt XVI., er habe im Fall Groer nichts unternommen, zur Entlastung des Papstes, dieser hätte als Chef der Glaubenskongregation durchaus etwas im Fall Groer unternommen, Sodano, Gegner Ratzingers, habe aber diesen Schritt vereitelt. Was dem Vorwurf gleichkam, Sodano hätte den Fall Groer vertuscht.</p>
<p><em>Schönborns „Entgleisungen&#8221;</em></p>
<p>Im Gegensatz zu Schönborn, der als Nachfolger von Groer samt drei Bischofskollegen (Weber, Kapellari, Eder) zur moralischen Gewissheit kam, die Vorwürfe gegen Groer stimmten, hat der Vatikan die Vorhaltungen Schönborns und seiner drei Kollegen nicht ernst genommen. Groer durfte im vollen Ornat an der Feier in Rom teilnehmen, bei der Schönborn zum Kardinal kreiert wurde. Eine auch nur tadelnde Stellungnahme, geschweige denn eine Verurteilung des pädophilen Kardinals fand bis Heute nicht statt. Was zur Folge hat, dass hochrangige Würdenträger der Kirche wie zuletzt der Heiligenkreuzer Abt Henckel-Donnersmarck an Groers Todestag die Erinnerungsgottesdienste feiern und naive Blindgläubige den pädophilen Kardinal als Heiligen verehren. Doch das ist nicht alles.</p>
<p>In jüngster Zeit hatte sich Schönborn einige Taten geleistet, die den Groll neu entfachten, der bereits bei dem Besuch der Österreichischen Bischöfe „bei den Füßen der Apostel&#8221;  am 5. November 2005 in dem päpstlichen Rüffel zum Ausdruck kam, es werde in Österreich die kirchliche Doktrin „unvollkommen&#8221; vorgetragen.<br />
So hatte Schönborn in letzter Zeit nicht nur die mögliche Lockerung des für Rom allerheiligsten Zölibats „angedacht&#8221;, sondern half auch den Weg des „Leider Nein Bischofs&#8221; aus Windischgarsten, Gerhard Maria Wagner, der unter anderem die Katastrophe von Haiti in die Nähe einer Gottesstrafe rückte, nach Linz zu verhindern, und war sich auch nicht zu gut dafür, mit den Vertretern der Volk Gottes-Bewegung „Wir sind Kirche&#8221; zusammen zu beten – welch ein Frevel! Zur Homosexualität meinte Schönborn: „Beim Thema Homosexualität etwa sollten wir stärker die Qualität einer Beziehung sehen. Und über diese Qualität auch wertschätzend sprechen. Eine stabile Beziehung ist sicher besser, als wenn jemand seine Promiskuität einfach auslebt.&#8221; In sogenannten „papsttreuen&#8221; Kreisen herrscht seither helle Empörung. „Jetzt schlägt´s 13&#8243;, schrieb ein erzkonservatives Blättchen unter dem Titel „Schönborns Entgleisungen&#8221;.</p>
<p>Dem Vatikan missfällt, dass sich Schönborn, Schüler Ratzingers und in seiner Seelentiefe durchaus ein konservativer Theologe wie sein einstiger Professor, in seinen Taten als immer weniger linientreu zu erweisen scheint. Oder wie ein höheres vatikanisches Rotkäppchen während einer Diskussion meinte  – so die Tageszeitung la Repubblica: „Schönborn? – Er ist zu umtriebig&#8221;.</p>
<p><em>Macht und Gewalt</em></p>
<p>Anders gesagt, Schönborn ist den machtbewussten römischen Herren, vor allem Angelo Sodano, zu vorlaut. Dass Sodano, was sein Machtbewusstsein betrifft, ein sehr sensibler aber auch kaltschnäuziger Kirchenmann ist, erwies sich nicht zum ersten Mal. Als sich die Mutter des Schweizergardisten Cédric Tornay, der in einem bis heute nicht aufgeklärten Mordfall innerhalb des Vatikans als Täter bezeichnet wurde (er hätte, so die Version des Vatikans, in einem „Anfall von Wahnsinn&#8221; den damaligen Kommandanten der Schweizergarde, Alois Estermann und seine venezolanische Frau Gladys Meza Romero erschossen und dann sich selbst das Leben genommen), am 18. September 1998 an den Papst wendet, um Einsicht zu nehmen in den Erhebungen der Vatikanbehörden, bekommt sie nicht einmal eine Empfangsbestätigung.</p>
<p>„Ich nehme an&#8221;, – schreibt sie – „dass der Heilige Vater mein Bittgesuch niemals erhalten hat und dass Kardinal Sodano und Monsignore Giovanni Battista Re (&#8230;) beschlossen haben es stillschweigend zu den Akten zu legen.&#8221; Eine Mutter gibt aber nicht auf. Am 8. Juli 1999 schreibt die Frau erneut an den Papst. Ihre Zeilen verraten ihre tiefgehende Verzweiflung: „Jawohl ich bin eine Frau, ja, ich bin eine Mutter, ich bin Protestantin, ja ich bin geschieden : Steht das einem Verständnis des Herzens etwa in Wege?&#8221; Unnötig zu sagen, dass das Zentralkomitee der Nächstenliebe auch diesen Brief nie beantwortet hat.</p>
<p>„Ich wollte es nicht glauben, es konnte doch nicht wahr sein&#8221; – schrieb der italienische Theologe Vito Mancuso – „dass Benedikt XVI. der mehrmals erklärte, er wolle alles unternehmen, was nur möglich ist, um die Wahrheit festzustellen und der Gerechtigkeit in Sachen pädophiler Missbrauch einen Weg zu bahnen, den Erzbischof von Wien zu einer Art vatikanischem Canossagang genötigt hatte. Aber es war so. Benedikt XVI. hatte den ihm sehr nahestehenden Kardinal und geachteten Theologen der konservativen Linie zu einer erzwungenen Versöhnung mit Kardinal Sodano genötigt. Die Logik der römischen Macht ist die Gewalt, welche die römisch-katholische Kirche noch immer beherrscht.&#8221;</p>
<p><em>Die Erklärung</em></p>
<p>Der Ton der vatikanischen Erklärung vom 28. Juni bestätigt es. Zunächst wird berichtet, Schönborn habe selbst um eine Audienz beim Papst angesucht, um persönlich über die Situation der Kirche Österreichs zu referieren. Vor allem wollte der Kardinal seine jüngsten Erklärungen betreffend einiger Aspekte der kirchlichen Disziplin und seine Beurteilungen der Haltung des Staatssekretariates (derzeitiger Staatsekretär des Vatikans ist Kardinal Tarcisio Bertone) und besonders die Haltung des Staatssekretärs unter Johannes Paul II. (Sodano, Red.)  erläutern. Beide, Sodano und Bertone, wurden zu dem Gespräch hinzugeladen.</p>
<p>Im zweiten Teil der Audienz wurde über „Missverständnisse&#8221; gesprochen, die von Aussagen Schönborn herrührten und deren Interpretation Schönborn bedauere. Es wird dann in Besonderem daran erinnert, dass die Kritik an Kardinälen allein in die Zuständigkeit des Papstes fällt. Andere können nur beraten und das mit dem nötigen Respekt!<br />
Das Wort „Geschwätz&#8221; hat man irrtümlich interpretiert. Natürlich hege Sodano ein „Mitgefühl&#8221; für die Opfer des sexuellen Missbrauchs und verurteile das „Böse&#8221;. Und das Wort „Geschwätz&#8221; wurde im Zusammenhang des Satzes – man müsse Mut haben und „sich nicht vom Geschwätz der vorherrschenden Meinungen einschüchtern lassen&#8221; – bewertet.<br />
Auch im letzten Satz der Erklärung wird, in der Manier üblicher Emanationen aus Rom, frommes Süßholz geraspelt: „Der Heilige Vater&#8221; erinnere sich „mit großer Zuneigung&#8221; an seinen Pastoralbesuch in Österreich und sendet seinen „Gruß und Ermutigung&#8221; der Kirche Österreichs und ihren Hirten, „wobei er dem himmlischen Schutz Mariens, die in Mariazell so sehr verehrt wird, den Weg einer erneuerten kirchlichen Gemeinschaft empfiehlt&#8221;.</p>
<p><em>Wer hat wen „in der Hand“?</em></p>
<p>Solche Texte, wie die unglaubliche Demütigung des Kardinalerzbischofs von Wien insgesamt, deuten auf eine Präpotenz, die lediglich das eigene Prestige und die unbedingte Rettung der Kirchenmacht im Auge hat. Einer wie Schönborn, der die Courage hatte, Dinge beim Namen zu nennen, musste zur Ordnung gerufen werden, musste schön brav in die „acies bene ordinata&#8221;, in die geordnete Schlachtreihe zurückbeordert werden.<br />
Den Grund dieses Übels sieht der Theologe Mancuso in der sich seit dem frühen Mittelalter  entwickelnden „Götzenanbetung der kirchlichen Machtstruktur (&#8230;) Diese Art Theologie über die Kirche machte den Gehorsam gegenüber der Kirchenführung zu einem Unterscheidungsmerkmal dessen, wer ein Katholik sei. Ein Katholik ist, der gegenüber dem Papst und den Bischöfen gehorsam ist. Bist du nicht gehorsam, bist du kein Katholik (&#8230;) Nach diesem Machtschema wäre freilich nicht einmal der Heilige Paulus, der dem Petrus im Angesichte widerstand, Mitglied dieser Art katholischer Kirche. Der Satz aus den Exerzitien des Heiligen Ignatius von Loyola illustriert, wie ein Katholik seine Beziehung innerhalb der Kirche in Wirklichkeit sehen muss: Wenn die kirchliche Hierarchie behauptet, was ich für weiß halte sei in Wirklichkeit schwarz, habe ich ihr das zu glauben.&#8221;<br />
Natürlich hält selbst kein Ignatius-Jünger heute etwas für schwarz, weiß oder grün, weil es die Hierarchie so bezeichnet, außer einige Sklaven der Karrieresucht, die dafür sogar ihre Überzeugung zu opfern bereit sind.</p>
<p>Die ganze Affäre Ratzinger-Sodano zeigt nicht nur, dass ohne die Berichterstattung der nicht immer kirchenfreundlichen Medien der ganze Missbrauchsumpf nie aufgedeckt worden wäre und  die Opfer nie zu ihrem Recht hätten kommen können. Denn das eigene Prestige war wichtiger als der Schmerz der Opfer und ihrer Angehörigen, wichtiger als Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit.</p>
<p>Unerklärlich bleibt auch, wieso der Papst, den Schönborn mit seiner Wortmeldung lediglich vom Vorwurf entlasten wollte, er habe in der Causa Groer nichts unternommen, indem er behauptete, Sodano habe Ratzinger dabei behindert,  seinem ihm wohlgesinnten Schüler in dem Rücken fällt?<br />
Vielleicht aber hat dieses Rätsel einen viel banaleren Grund als man denkt. Die Herren des Intrigantenstadels Vatikan kennen sich aufgrund ihrer jahrelangen Begegnungen sehr gut. Und nur der liebe Gott weiß, wer wen dort aus Eitelkeit, Neid und zuviel Wissen „in der Hand&#8221; hat, warum irgendeiner dieses oder jenes sagt oder tut. Dass all das der Glaubwürdigkeit und der Botschaft Jesu Christi enorm schadet, steht jedenfalls außer Zweifel.   &lt;&lt;&lt;</p>
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		<title>Film über Lourdes</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 14:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit lobenden Zeilen berichten italienische Medien über den Lourdes-Film der 37jährigen österreichischen Regisseurin Jessica Hausner (Bild). Der Film kam zum Jahrestag der Erscheinungen von Lourdes (1858) am 11. Februar in die Kinos. „ Es war nicht leicht eine Dreherlaubnis im heiligen Bezirk von Lourdes zu bekommen. Nachdem es mir gelungen ist, das Vertrauen der Beteiligten ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: right; margin-left: 7px; margin-right: 7px;" src="http://kirche-in.at/neu/wp-content/uploads/2010/03/hausner.jpg" alt="" width="211" height="225" />Mit lobenden Zeilen berichten italienische Medien über den Lourdes-Film der 37jährigen österreichischen Regisseurin <strong>Jessica Hausner</strong> (<em>Bild</em>). Der Film kam zum Jahrestag der Erscheinungen von Lourdes (1858) am 11. Februar in die Kinos. „ Es war nicht leicht eine Dreherlaubnis im heiligen Bezirk von Lourdes zu bekommen. Nachdem es mir gelungen ist, das Vertrauen der Beteiligten zu gewinnen, ging es dann leichter&#8221;, so die Regisseurin. Auch ein Kurienbischof habe den Film begutachtet und als gut befunden. Der Streifen soll eine Dokumentation sein, die in der Wunderfrage keine zwingende Stellungnahme abgibt.<br />
Hausner bekam Preise sowohl von katholischer als auch von agnostischer Seite. „Ein kontroverser aber beachtenswerter Film&#8221;, urteilte das katholische Wochenmagazin<em> famiglia cristiana</em>.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hollywood-Film über den „Heiligen Vater“</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 16:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kurz Notiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Initiative des Hollywood-Produzenten Heriberto Schoeffer soll über das Leben des Opus Dei - Gründers Josemaria Escriva de Balaguer ein Film geschaffen werden. Die Dreharbeiten sind mittlerweile bereits fortgeschritten. Produzent Schoeffer, ein US-Bürger, ist selbst Opus Dei-Mitglied. Auch die Pius-Bruderschaft will mit einem Film das Leben ihres Gründers Marcel Lefebvre verewigen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Initiative des Hollywood-Produzenten Heriberto Schoeffer soll über das Leben des Opus Dei - Gründers Josemaria Escriva de Balaguer ein Film geschaffen werden. Die Dreharbeiten sind mittlerweile bereits fortgeschritten. Produzent Schoeffer, ein US-Bürger, ist selbst Opus Dei-Mitglied. Auch die Pius-Bruderschaft will mit einem Film das Leben ihres Gründers Marcel Lefebvre verewigen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der entschlossene Zauderer</title>
		<link>http://kirche-in.at/neu/?p=41</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 15:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KI-Redakteur Alex</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>

		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>

		<category><![CDATA[Pius XII.]]></category>

		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 22. Januar dieses Jahres ist er 65 geworden. Am 27. Dezember  wird er 40 Jahre Priester sein. Am 14. September jährt sich zum 15. Mal seine Ernennung zum Erzbischof von Wien. 
Ein Schönborn-Jubiläumsjahr also. Zeit für ein Porträt über einen Mann, den manche sogar als den nächsten Papst sehen wollen. Von Franz Josef Weißenböck]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;"><em>Am 22. Januar dieses  Jahres ist er 65 geworden. Am 27. Dezember  wird er 40 Jahre Priester  sein. Am 14. September jährt sich zum 15. Mal seine Ernennung zum  Erzbischof von Wien.<br />
Ein Schönborn-Jubiläumsjahr also. Zeit für ein Porträt über einen Mann,  den manche sogar als den nächsten Papst sehen wollen. Von Franz Josef  Weißenböck</em></span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Man muss einen weiten  Weg gehen, wenn man zu Herrn Schönborn gelangen will. Vor Schönborn  stehen Christoph, Maria, Michael, Hugo, Damian, Peter und Adalbert –  eine längliche Reihe von Vornamen ist charakteristisch für alten Adel.  Nun – Adel ist weder persönliches Verdienst noch Makel, und die  wenigsten Menschen suchen ihre Vornamen aus. Zwischen Christoph und  Schönborn steht vor allem, und das verlängert den Weg nicht  unwesentlich: Kardinal. Kardinäle sind nach dem Papst die höchsten  Würdenträger der Kirche, weiß das Lexikon für Theologie und Kirche, sie  sind der „Senat&#8221; des Papstes, den sie wählen und in der Leitung der  Kirche unterstützen. In diesem „Senat&#8221; hat eine Einrichtung der  römischen Republik bis in unsere Tage überlebt, selbst die rote Farbe  erinnert daran – auch wenn sie in die Bereitschaft umgedeutet wurde, für  den Glauben Blut und  Leben zu geben. Die Bezeichnung „Prinz der  Kirche&#8221; für einen Kardinal ist hingegen nicht mehr gebräuchlich.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Doch wer weiß, im großen  katholischen Retourschwung kann das ebenso zurückkehren wie die  tridentinische Messe, das Ablasswesen und die Fürbitte um Bekehrung der  Juden am Karfreitag unter dem gegenwärtigen Papst bereits zurückgekehrt  sind.<br />
Kardinal also. Seit 21. Februar 1998 gehört Christoph Schönborn dem  Senat des Papstes an. (Weil der Name notwendiger Weise noch häufig zu  nennen sein wird, erlaube ich mir, ihn gelegentlich mit CS abzukürzen.)  Da war er bereits seit dem 14. September 1995 Erzbischof von Wien. Er  wurde es unter höchst dramatischen Umständen: Sein Vorgänger, Hans  Hermann Groer, war nicht nur in der Erzdiözese Wien als untragbar  empfunden worden, sondern auch auf dem vatikanischen Hügel in Rom.  Ziemlich genau vier Jahre früher, am 29. September 1991, war CS im  Stephansdom zum Bischof geweiht worden, als „Nachrücker&#8221; für Kurt Krenn,  der kurz davor sein Amt als Diözesanbischof von St. Pölten angetreten  hatte. Mit diesen beiden Namen, Groer und Krenn, sind die beiden  härtesten Bewährungsproben verbunden, die CS zu bestehen hatte. Er hat  sie beide, wie auch die dritte, die mit dem Linzer Fast-Weihbischof  Gerhard Maria Wagner verbunden ist, unter dem scharfen Druck der  Ereignisse auf für viele überraschende Weise bestanden. Es zeigte sich  in diesen schweren Krisen der katholischen Kirche in Österreich, dass  sich hinter dem verbindlichen Lächeln Schönborns auch Härte und  Konsequenz verbergen, die man an dieser Stelle kaum vermutet hat.  &#8220;Gottes Krisenmanager&#8221; nannte ihn die APA in einem Artikel zu seinem 65.  Geburtstag.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;"><em>Eine öffentliche  Figur</em></span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Christoph Schönborn ist  eine öffentliche Figur. Den meisten Menschen ist die Person hinter der  Figur unbekannt. Was sie haben, ist ein Bild, eine Vorstellung, eine  Imagination. CS ist eine Marke, ein „Image&#8221;, eine Konstruktion aus  öffentlichen Wahrnehmungen. 65 Lebensjahre, 15 davon als Erzbischof von  Wien – das war Ende Jänner dieses Jahres ein doppelter Anlass für eine  angemessene Feier und eine Serie von Nachrufen zu Lebzeiten und für die  Auflistung äußerlicher Daten &amp; Taten des Jubilars.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Am 22. Jänner 1945 in  Skalken bei Leitmeritz geboren, mitten hinein in die Steigerung des  Mordens und Sterbens vor deren Ende. Flucht der Familie, CS verbringt  seine Kindheit in Schruns (Vorarlberg). Ob es eine glückliche Kindheit  war? Wie sehr litt CS unter der Scheidung seiner Eltern und unter der  Abwesenheit des Vaters? „Ich komme aus einer geschiedenen Familie&#8221;,  sagte er bei seiner in vielen Punkten schwer zugänglichen Predigt am 27.  März 2008 im so genannten Abendmahlsaal in Jerusalem, auf die noch  zurückzukommen sein wird. „Meine Eltern waren geschieden, mein Großvater  war geschieden, meine zwei Brüder sind geschieden.&#8221; Wirken sich diese  Erfahrungen traumatisierend aus? Erzeugen sie Einstellungen, Sehnsüchte,  Überzeugungen, und sind diese der eigenen Reflexion zugänglich? Gingen  sie ein in Entscheidungen über den eigenen Weg, bestimmen sie Meinungen,  Überzeugungen und Handlungen des Wiener Erzbischofs?</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">1963 trat CS in den  Dominikanerorden ein, im westfälischen Warburg, studierte Philosophie  und Theologie in Bornheim-Walberberg, in Wien, in Paris. Es waren die  Jahre eines stürmischen Aufbruchs. In der Kirche das Konzil, in der Welt  die 68er-Bewegung. Was als unverrückbar gegolten hatte, geriet ins  Wanken. Es gibt ein Foto von CS, das ihn mit schwarzem Rauschebart  zeigt. Es fällt schwer, sich CS als Revoluzzer vorzustellen, wie dieses  Foto zu flüstern scheint. Der Bart war offenbar ab, als CS am 27.  Dezember 1970 im Dom zu St. Stephan „ich bin bereit&#8221; sagte und von  Kardinal Franz König zum Priester gesalbt wurde.<br />
Weitere Studien folgten; 1974 wurde CS im Institut Catholique in Paris  mit einer Arbeit zum Thema „L’Icone du Christ. Fondements théologiques&#8221;  zum Doktor der Theologie promoviert. In diese Jahre – 1972/73 – fallen  auch seine Studien bei Joseph Ratzinger in Regensburg. Der war vor den  alles in Frage stellenden 68er Studenten aus Tübingen nach Regensburg  geflüchtet. Der vorwärtsdenkende Konzilstheologe hatte da bereits seine  Wende begonnen, Angst vor „Relativismus&#8221; und Skepsis gegenüber dem  Aufbruch des Konzils begannen sich unüberhörbar durchzusetzen. CS war  ein eifriger Schüler und ist ein treuer Jünger bis auf den heutigen Tag  geblieben.<br />
Man darf zwar vermuten, dass CS manches missfällt, was über den  päpstlichen Schreibtisch geht, aber diese Mutmaßung ist nur durch  schwache Indizien gestützt. So wurde der Brief des Papstes an die  Priester zum Jahr der Priester in der Erzdiözese Wien (und in den  anderen österreichischen Diözesen) nicht so breit kommuniziert, auch  nicht unter den Priestern, wie dies sonst bei päpstlichen Äußerungen zu  geschehen pflegt. Bezüglich des päpstlichen Motu Proprio „Omnes in  mentem&#8221;, mit dem der Diakonat durch eine Novelle zum Kirchenrecht aus  dem dreistufigen Ordo herausgenommen wird, scheint in der  Rotenturmstraße überhaupt Ratlosigkeit zu herrschen. Benedikt XVI. hat  sich dabei offenbar einmal mehr nicht der Unterstützung seines Senats  bei der Leitung der Kirche bedient. Im Fall des von Rom designierten  Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner dürfte CS sich gar des  Revoluzzer-Barts seiner Jugend erinnert haben – wenn auch mit an- und  abschließender Entschuldigung beim „Heiligen Vater&#8221;, wie CS den Papst im  Einklang mit vielen, aber im Widerspruch zur Bibel (Mt 23,9) nennt.<br />
<em><br />
Professor, Theologe, KKKK</em></span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Ab 1975 lehrte CS an der  Universität Fribourg. Eine einzige Stimme soll damals den Ausschlag für  seine Berufung gegeben haben. Es war, wie hierzulande weniger bekannt  ist, keineswegs eine „gmahte Wiesn&#8221; für den jungen Professor. Zur  Skepsis einiger seiner Professoren-Kollegen kam ein Vorlesungsboykott  von Studenten, die als „Parallelveranstaltung&#8221; selbst ein Seminar  organisierten, weil sie mit der rückwärtsgewandten Theologie ihres  Professors wenig anzufangen wussten. Dicitur, traditur, fertur: Die Fama  weiß, dass CS von den Protesten so genervt war, dass er alles  hinschmeißen wollte. Immerhin: Zu Semesterende ließ er eine eigene  Vorlesung ausfallen, um mit den Protestierenden über die Ergebnisse  ihres Protest-Seminars zu diskutieren.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">CS blieb sich treu, bis  heute. Den Vorwurf seiner HörerInnen in Fribourg, er benütze die Bibel  wie einen Steinbruch zur Untermauerung kirchlicher Lehrsätze, ohne an  die Ergebnisse historisch-kritischer Forschung auch nur anzustreifen,  kann man auch dem Autor der Auslegung des Sonntagsevangeliums in der  „Kronenzeitung&#8221; machen. An dieser Stelle wird auch eine geradezu  bestürzende politische Insensibilität sichtbar, für die im frommen  Weihrauchnebel die spalterischen bis aufhetzenden Tendenzen im  „Zentralorgan der österreichischen Seele&#8221; ebenso unbemerkt und  unkommentiert bleiben wie die bunten Kontaktanzeigen. Sie offenbaren  aber auch ein Kirchenverständnis, das eher an der jüngeren Tradition  (des 19. Jahrhunderts) als an der Bibel orientiert ist und ein  Verständnis von &#8220;Mission&#8221;, das mit dem Gewicht kaum zusammengeht, das  ihr CS in seiner Programmatik verleiht.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">1980 wurde CS in die  Internationale Theologenkommission des Heiligen Stuhls berufen. 1987  berief Joseph Ratzinger, inzwischen Präfekt der Glaubenskongregation,  seinen Schüler zum Redaktionssekretär des neuen Katechismus: KKKK,  Koordinator des Katechismus der Katholischen Kirche. Dies war in der  Tat, wie gemutmaßt wurde, die „Startrampe&#8221; für eine weitere Karriere.  1991 Weihbischof in Wien, im April 1995 – als Vorbereitung zur  Bereinigung der Groer-Affäre – Erzbischof-Koadjutor und damit designiert  für die Nachfolge, die er im September jenes Jahres dann tatsächlich  antreten sollte.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;"><em>Ein entschlossener  Zauderer</em></span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Kurt Tucholsky hat die  Phrase, dass wir in einer „Übergangszeit&#8221; leben, als inhaltsleeren  Unsinn entlarvt, weil jede Zeit einen Übergang darstelle. Ob  Übergangszeit oder nicht: Jeder Mann auf dem Wiener erzbischöflichen  Stuhl hatte in seiner Zeit Krisen zu bewältigen. Theodor Innitzer,  1929/30 Sozialminister im Kabinett Schober, hatte an diesem Erbe und an  der Aufforderung der Bischöfe, für den „Anschluss&#8221; zu stimmen („Heil  Hitler&#8221;), schwer genug zu tragen. Franz König löste die Kirche aus ihrer  unseligen Bindung an die Christlichsozialen; seine Mühe um eine  Aussöhnung mit der Sozialdemokratie machte ihn in den Augen mancher  Gegner zur „roten Eminenz&#8221;. Die Kirche von Wien führte er in den  Aufbruch des Konzils, den er selbst mit verursacht und getragen hatte,  nicht zuletzt durch die Wahl Karl Rahners zu seinem Berater. Hans  Hermann Groer leistete einen wichtigen – wenn auch unfreiwilligen –  Beitrag zur Mündigkeit katholischer Christen. So fand und findet jeder  „seine&#8221; Situation in Welt und Kirche vor, die ihm mehr oder weniger  Spielraum eigener Gestaltung lässt.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Der gestaltende Einfluss  Schönborns auf Kirche und Welt lässt sich naturgemäß noch nicht  endgültig abschätzen. Aber nach 15 Jahren sind Konturen sichtbar. Es  sind widersprüchliche Umrisse eines „entschlossenen Zauderers&#8221;. Einen  wichtigen Startnachteil hatte CS in der Leitung seines Bistums, der von  Anfang an spürbar war: Er war nie in der pfarrlichen Seelsorge tätig.  Manche seiner Entscheidungen und Äußerungen wurden von Anfang an diesem  Manko zugerechnet. Daran ändert auch eine offizielle Betonung der  Bedeutung der Pfarrgemeinden wenig. Sie scheinen ihm eher als  Verwaltungseinheiten von Bedeutung denn als theologische Ur- und  Grundform von Kirche. &#8220;Gemeinde&#8221;, die missionarisch auf ihre Umgebung  wirkt, scheint der von der Spiritualität seines &#8220;Ordo Fratrum  Praedicatorum&#8221; geprägte Wiener Ordinarius eher in den charismatischen  Bewegungen entdeckt zu haben. Dort findet sich auch eher bedingungs- bis  bedenkenlose Gefolgschaft als bei den &#8220;gewöhnlichen&#8221; Christen in den  Pfarren, deren Atemrhythmus jenem der &#8220;Welt&#8221; folgt.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Hand in Hand damit geht  eine deutliche Unzufriedenheit mit der Ausbildung des geistlichen  Nachwuchses. &#8220;Mit Demut, mit Ehrlichkeit muss ich sagen&#8221;, und CS sagte  es in jener Predigt in Jerusalem am 27. März 2008, &#8220;dass trotz all der  Anstrengungen im diözesanen Seminar wir es nicht schaffen, menschlich  gesehen unsere Seminaristen zu formen, zu bilden, wie sie in den  Gemeinschaften des Weges geformt werden.&#8221; Der neokatechumenale Weg ist  der Weg, der größtenteils an den Pfarren vorbei führt, der Weg der  Priesterbildung, der am diözesanen Priesterseminar wie an der  Theologischen Fakultät vorbei geht. CS scheint die Vorteile, nicht aber  die Gefahren zu sehen, die damit verbunden sind. Im Konkordat ist  normiert, dass &#8220;die wissenschaftliche Heranbildung des Klerus&#8221; &#8230; &#8220;an  den vom Staate erhaltenen katholisch-theologischen Fakultäten oder an  den von den zuständigen kirchlichen Stellen errichteten theologischen  Lehranstalten&#8221; erfolgt. Wird der &#8220;Klerus&#8221; zunehmend und eines Tages  überwiegend oder hauptsächlich von Einrichtungen wie &#8220;Redemptoris  Mater&#8221;, dem internationalen Priesterseminar in Sparbach, dessen  Seminaristen in der Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz studieren,  übernommen, wird sich eines Tages der Staat – unter Hinweis auf die  Situation und in Anwendung des Konkordats – seiner Verpflichtung  entledigen. Der Schaden wäre unabsehbar. Die Presbyter wären damit von  vornherein dem universitären Diskurs entzogen, die Kirche zöge sich aus  dem Zeitgespräch zurück. Aus einer Einrichtung mit  öffentlich-rechtlicher Stellung würde ein Verein unter Vereinen. Ob das  gewollt ist, ob CS das wollen kann? Das Wort von der &#8220;kleinen Herde&#8221;  kann zu ideologischer Engführung missbraucht werden: &#8220;Fürchte dich  nicht&#8221; vor dem Sturm der Kritik und vor dem Wind des Widerspruchs, vor  der Auseinandersetzung auf dem Areopag der Meinungen, denn du kleine  Herde bist vor all dem geschützt, weil du all dem entzogen bist.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Die Lage ist hier  insgesamt unübersichtlich. Denn neben dem Seminar in Sparbach gibt es  einen Ableger der Franziskaneruniversität in Steubenville (Ohio) im  niederösterreichischen Trumau (ITI), deren Großkanzler CS ist. Der  Leiter dort hat auch ein Amt in der Erzdiözese Wien, wo er als  offizieller Exorzist, also Teufelsaustreiber, fungiert. Der  durchschnittliche Zeitgenosse wundert sich, dass der Kardinal mit derlei  Obskurantismen zu tun haben soll. Informationen über diese  Einrichtungen sind im übrigen nicht leicht zu bekommen, auf Homepages  findet man sich bald in einer Endlos-Schleife, deren Gravitationszentrum  der neokatechnumenale Weg zu sein scheint – unter vielfältiger  Förderung durch den Wiener Erzbischof.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;"><em>Worte aus dem Herzen</em></span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Man muss auch die  glatten Predigten des Kardinals sehr genau lesen, wenn man seinen  ideologischen Vorentscheidungen auf die Spur kommen möchte. Dann  allerdings findet man gelegentlich Erstaunliches. Es überrascht nicht  sonderlich, dass CS in wärmsten Worten die Seligsprechung des  unglücklichen letzten österreichischen Kaisers feiert. Aber fassungslos  vernimmt man in der gleichen Predigt, dass &#8220;die Völker und ihre  Herrscher&#8221; den Wahnsinn des Ersten Weltkriegs losgetreten hätten. Werden  da nicht schlicht Millionen von Opfern zu Tätern gemacht? Dass dies  kein Lapsus Linguae war, wird sofort klar, denn der Erzbischof findet  die Bitte um Sühne für &#8220;diesen Wahnsinn&#8221; nur noch für &#8220;die Völker&#8221;  nötig. Kein Wort hingegen vom Giftgas-Angriff, den der Selige befohlen  hat. So kann man tatsächlich sogar zur Ansicht gelangen, für Karls  Seligsprechung hätten auch Gründe der &#8220;Opportunität&#8221; gesprochen. Diese  werden sich ohne Zweifel gegebenenfalls auch für die Seligsprechung des  letzten Pius-Papstes finden. So wird es sogar möglich, im Reich der  Habsburger – nein, nicht gerade die Verwirklichung des Reiches Gottes zu  erkennen, aber doch eine größere Nähe zu demselben als &#8220;in vielen  anderen politischen Realitäten der europäischen und der Weltgeschichte&#8221;.  In dieser Perspektive des Kardinals kann man vom seligen Kaiser Karl  Kraft und Hilfe ausgehen sehen, &#8220;damit dieses Europa nicht den Weg des  totalitären Relativismus&#8221; geht. Die Contradictio in Adiecto fällt da  kaum mehr auf. CS zeigt sich hier als wahrer Österreicher, der mit  großer Zuversicht in die Vergangenheit blickt.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Manchmal allerdings  spricht CS Klartext. Dann sagt er Sachen, die er im Herzen trägt. So war  es bei der Predigt, die er am 27. März 2008 im Abendmahlsaal in  Jerusalem hielt, bei der Gemeinschaftstagung &#8220;Domus Galilaeae&#8221;. Darf man  diese Predigt als Schlüsseltext zum Verständnis des Wiener Kardinals  lesen? Diese Annahme liegt durchaus nahe: &#8220;Ich denke, es ist ein Wort  des Heiligen Geistes, das ich sagen muss&#8221;, sagte CS einleitend. Und dann  zeiht er die österreichischen und deutschen, ja sogar &#8220;die  europäischen&#8221; Bischöfe der &#8220;Sünde&#8221;, weil sie 1968 nicht den Mut zu einem  klaren Bekenntnis zur Enzyklika &#8220;Humanae Vitae&#8221; aufgebracht hätten.  Kein Wort allerdings davon, dass sowohl in der &#8220;Maria Troster Erklärung&#8221;  der österreichischen Bischofskonferenz wie in der &#8220;Königsteiner  Erklärung&#8221; des deutschen Episkopats auf die Notwendigkeit der  Gewissensentscheidung in Fragen der Empfängnisregelung hingewiesen  wurde. Dafür stellt der Kardinal einen Zusammenhang zwischen den beiden  Erklärungen und der &#8220;dann&#8221; gekommenen Welle der Abtreibung her. Dazu  passt das damit verbundene familialistische Familienbild, das die Frau  de facto – nicht de verbo – auf die Funktion einer Gebärmaschine  reduziert. Dass der Frau so die Entscheidungsfreiheit und damit die  Persönlichkeit geraubt wird, fällt CS wahrscheinlich gar nicht auf, und  auch nicht, dass diese extreme wenn nicht extremistische  &#8220;Pro-Life&#8221;-Einstellung längst zur Ideologie des Biologismus  herabgesunken ist. Sollte es tatsächlich das sein, was der Wiener  Erzbischof &#8220;im Herzen trägt&#8221; und für &#8220;ein Wort des Heiligen Geistes&#8221;  hält?</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Internationales Aufsehen  erregte CS 2005, wenige Monate nach der Wahl von Joseph Ratzinger zum  Papst. Unter dem Titel &#8220;Finding Design in Nature&#8221; (In der Natur  Design/einen Plan entdecken) bemühte er sich, einer Überinterpretation  der Anerkennung der Evolutionstheorie durch Papst Johannes Paul II. im  Jahr 1996 vorzubeugen. Evolution sei &#8220;mehr als eine bloße Hypothese&#8221;,  hatte der Papst erklärt – und sich dabei offenbar nicht an den  &#8220;autoritativen Katechismus&#8221; (&#8221;autoritativ&#8221; wird in der vorläufigen, bis  heute beibehaltenen Übersetzung mit &#8220;zuverlässig&#8221; eingedeutscht)  gehalten. Der stellt fest, dass die Welt nicht Ergebnis von  Notwendigkeit und Schicksal oder Zufall sei. Dass CS damit zu einem  prominenten Vertreter des &#8220;Intelligent Design&#8221; und verkappten  Kreationisten avancierte, überrascht angesichts des geographischen Orts  der Veröffentlichung – die USA sind das Kern- und Mutterland der  Kreationisten - nur Naive.</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Nach Tisch las man es  allerdings ganz anders – ein Zeichen der Lernfähigkeit des Kardinals? In  einem Vortrag an der Akademie der Wissenschaften im März 2009 schloss  er nicht aus, dass der Schöpfer auch durch eine &#8220;evolutive Welt&#8221; spreche  – und gar &#8220;durch eine Evolution, die doch vor allem als zufallsbestimmt  verstanden wird&#8221;. Und der Wiener Erzbischof ortete einen &#8220;Fehler&#8221;  der  Intelligent Design-Schule, nämlich die Annahme, Design, Plan und  Zielgerichtetheit könnten auf der Ebene der Kausalität gefunden werden.  Zu Unrecht werde er, Schönborn, immer noch mit dieser Lehre in  Verbindung gebracht, klagte der Kardinal. War alles nur ein  Miss-verständnis?</span></p>
<p><span style="font-family: book antiqua,palatino;">Das Bild ist  widersprüchlich, das öffentliche Image unklar, das der Kardinal von Wien  bietet. Mehr dazu im April-Heft von KIRCHE IN.</span></p>
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